Arbeitsgruppe „Strukturfragen“ erhält Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2026 der DGAI (Sept 2026)
Die Arbeitsgruppe „Strukturfragen“ der BAND erhält den Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2026 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI). Mit dem Preis wird der Einsatz der Arbeitsgruppe für die anästhesiologische Forschung unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit „Eintreffzeiten des Rettungsdienstes bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand – überlebensrelevante Unterschiede zwischen den Bundesländern in Deutschland“ gewürdigt. Im Rahmen des Jahreskongresses der DGAI vom 16.-18.09.2026 in Kassel nahm Dr. Ulf Harding den Preis, der mit 2.500 € dotiert ist, stellvertretend für die Autorengruppe entgegen. Neben Dr. Harding werden damit Prof. Dr. Matthias Fischer, PD Dr. Harald Genzwürker, PD Dr. Stephan Seewald, Dr. Peter Gretenkort und Dr. Florian Reifferscheid mit diesem renommierten Preis geehrt.
Rudolf Frey (1917-1981) war ein Pionier der Anästhesiologie und Notfallmedizin in Deutschland und Mitbegründer der DGAI im Jahr 1953. Er war der Erste, der sich in Deutschland im Fach Anästhesiologie habilitierte und der erste Professor für Anästhesiologie in Deutschland. Auf seine Initiative hin wurde Ende der 1960-er Jahre die Notarzt-gestützte prähospitale Unfallrettung entwickelt und wissenschaftlich begründet. Nach NAW-Pilotprojekten in Heidelberg und Köln wurde 1964 an seinem Institut in der Universitätsklinik Mainz der erste offizielle Notarztwagen in Dienst gestellt. Ebenfalls in Mainz wurde im Jahr 1968 unter Rudolf Freys Leitung ein wegweisendes, wissenschaftlich ausgewertetes Rettungshubschrauber-Projekt durchgeführt, bevor 1970 in München der erste deutsche Rettungshubschrauber in den Regelbetrieb ging.
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