Notärzte widersprechen Krankenhausschließungen

Sowohl von der Politik (Krankenhausstrukturreform 2016) wie auch den Krankenkassen (AOK, GKV) wird der Vorwurf von Überkapazitäten von Krankenhausbette erhoben und ein Abbau vor allem durch Schließung von kleinen Häusern im ländlichen Raum gefordert. Nunmehr sollen nochmals 500 Betten geschlossen werden. Dem widersprechen die Notärzte auf Grund ihrer Erfahrung aus der Praxis.

Novellierung der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) für die Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“

Grundsätzlich begrüßen wir die mit dem Gesetzentwurf angestrebte sektorenübergreifende Verzahnung der Notfallversorgung, jedoch sehen wir aus rettungsdienstlicher Sicht Nachbesserungsbedarf.

Einsatz von Notärzten in Ländern mit Paramedic-System

In manchen Nachbarländern mit ursprünglich Paramedic-basiertem Rettungssystem wurde in den letzten Jahrzehnten der Bedarf nach einer prähospitalen notärztlichen Kompetenz erkannt. Ausgangsbedingungen und Lösungen waren dabei durchaus unterschiedlich.

Neustrukturierung der Notfallversorgung notwendig

Nur 22% der Notfalleinsätze mit Blaulicht sind echte Notfälle. Vielfach wird die Notrufnummer 112 bei medizinischen Bagatellfällen gewählt. Nicht nur bewusste falsche Angaben des Anrufers führen zum Notfalleinsatz, sondern schlicht Unwissen bezüglich des richtigen Ansprechpartners.

Strukturänderungen in der präklinischen Notfallmedizin

In der „Standortbestimmung 2016“ analysiert die BAND e.V. die strukturelle Verfassung des Rettungsdienstes in Deutschland anhand zentraler Qualitätsaspekte. Es werden Lösungsansätze für das im Wandel begriffene Notarztsystem und die dafür notwendigen technischen und rechtlichen Aspekte aufgezeigt. Abschließend wird die konkrete Utopie eines „Notarztsystems der Zukunft“ vorgestellt.