Eintreffzeiten bei außerklinischem Herz-Kreislaufstillstand (Sep 2025)
/in Berufspolitik, Pressemeldung, Startseite, Statements, Statements & NewsNotärztinnen und Notärzte in Deutschland müssen für die Versorgung von Akut-Erkrankten oder Schwerverletzten noch besser ausgebildet werden. Das fordert die „Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands“ (BAND). Sie vertritt mehr als 12.000 Notfallmedizinerinnen und Notfallmediziner in ganz Deutschland, die tagtäglich mit Notarztwagen und Rettungshubschraubern im Einsatz sind. Außerdem berät die BAND einflussreiche Gremien auf allen Ebenen zur Weiterentwicklung des Notarztwesens.
Bündnis Pro Rettungsdienst fordert konsequente Umsetzung der Notfall- und Rettungsdienstreform (Sep 2025)
/in Berufspolitik, Pressemeldung, Startseite, Statements, Statements & NewsNotärztinnen und Notärzte in Deutschland müssen für die Versorgung von Akut-Erkrankten oder Schwerverletzten noch besser ausgebildet werden. Das fordert die „Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands“ (BAND). Sie vertritt mehr als 12.000 Notfallmedizinerinnen und Notfallmediziner in ganz Deutschland, die tagtäglich mit Notarztwagen und Rettungshubschraubern im Einsatz sind. Außerdem berät die BAND einflussreiche Gremien auf allen Ebenen zur Weiterentwicklung des Notarztwesens.
Eintreffzeiten des Rettungsdienstes bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand (Sep 2025)
/in Medien, StartseiteBeste Voraussetzungen zur Wiederbelebung bei frühzeitigem Eintreffen von RTW und NEF
Unter Mitarbeit der Arbeitsgruppe Strukturfragen der BAND wurde eine Studie mit Daten des Deutschen Reanimationsregisters erarbeitet, welche in der statistischen Analyse aufzeigen konnte, dass die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung bei außerklinischem Herz-Kreislaufstillstand sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet. An einem Datenpool von über 100.000 dokumentierten Fällen aus 10 Jahren wurden die Chancen im Hinblick auf die Eintreffzeiten von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug untersucht, welche im Ländervergleich signifikant verschieden sind und im Median zwischen 5 und 8 Minuten (Eintreffen des ersten Fahrzeugs) bzw. 8 und 11 Minuten (Eintreffen des zweiten Fahrzeugs) differieren.
Die Erfolgsrate der Wiederbelebung im gleichen Datenpool verschlechtert sich proportional zur Eintreffzeit des Rettungsdienstes. Bei einem verzögerten Eintreffen des zweiten Fahrzeugs sinkt für jede zusätzlichen 3 Minuten die Chance auf ein Überleben ohne wesentliche neurologische Schäden um 11%. Die Autoren stellen fest, dass das Ziel der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse unter dem Aspekt der medizinischen Versorgung bei außerklinischem Herz-Kreislaufstillstand im Vergleich der Bundesländer bisher nicht erreicht ist. Herausgestellt wird die Notwendigkeit, die Eintreffzeit der taktischen Einheit von Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug bzw. Rettungshubschrauber durch strukturelle und organisatorische Maßnahmen zu minimieren. Zugleich wird die Bedeutung fortgesetzter Anstrengungen zur Minimierung des sogenannten therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen professioneller Hilfe durch verbesserte Laienausbildung und organisierte Ersthelfer-Systeme betont.
Die Publikation ist im Internet barrierefrei (open access) zugänglich und kann unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 4.0 International verwendet werden.
Fischer M, Harding U, Genzwürker H, Seewald S, Gretenkort P, Reifferscheid F.
Eintreffzeiten des Rettungsdienstes bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand – überlebensrelevante Unterschiede zwischen den Bundesländern in Deutschland.
Anaesthesiologie, published online 16. September 2025. https://doi.org/10.1007/s00101-025-01592-9
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Unter besonderer Berücksichtigung dieser Publikation wurde der Arbeitsgruppe Strukturfragen der Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2026 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensvimedizin e.V. (DGAI) zugesprochen.
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