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Chronologie der Merkwürdigkeiten: Stellenwert der Notärztinnen und Notärzte sowie der Fachkräfte im Rettungsdienst in der COVID-19-Impfstrategie (Mär 2021)

Die Entwicklung und Umsetzung einer planmäßigen, gerechten sowie medizinisch und ethisch gut begründeten Impfstrategie ist komplex, und die Ministerien und Behörden wurden dieser Aufgabe bisher in unterschiedlichem Ausmaß gerecht. Die Erwartungen, die Notärzte und Rettungsdienstfachpersonal sowie Beschäftigte auf Intensivstationen und in Notaufnahmen haben durften, wurden in weiten Bereichen nicht erfüllt. In dieser chronologischen Zusammenstellung wird auf kommentierende Ergänzungen weitgehend verzichtet. Die dargestellten Fakten halten sich eng an Presseberichte. Die Zusammenschau der zahlreichen „Merkwürdigkeiten“, Ungereimtheiten und unerwarteten Standpunktänderungen spricht für sich. Es wird in der folgenden interpandemischen Phase hoffentlich genug Zeit geben, um diese Vorkommnisse in Erinnerung zu rufen, die ethischen und logistischen Leistungen sowie Fehlleistungen zu bewerten und im Vorfeld der nächsten Pandemie daraus zu lernen.

Notärzte und Fachkräfte im Rettungsdienst warten auf Impfung (Jan 2021)

Jede Personengruppe hat gute Gründe, vorne mit dabei zu sein. Das klinische Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen sowie im Rettungsdienst kann aber seinen Abstand zu infektiösen Personen nicht selbst bestimmen und sollte daher nicht nur nach subjektivem Empfinden, sondern auch auf dem Hintergrund sorgfältig ausgearbeiteter ethischer Empfehlungen und daran angelehnter administrativer Festlegungen mit an erster Stelle stehen. In den einzelnen Bundesländern, die für die Umsetzung der Impfstrategie verantwortlich sind, wird aber das Impfangebot für diese Mitarbeitergruppen sehr unterschiedlich gehandhabt.